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„proviel tut einfach gut“

Einblicke in unsere Arbeitswelt! Lebensmitteleinzelhandel am Eckbusch
 

Schon immer interessierte sich Sandra Müller für den Einzelhandel. Als Schülerin machte sie ihr Praktikum in einem Geschäft und fand Gefallen daran. Doch nach der Schule heiratete sie erst einmal und bekam drei Kinder. Inzwischen sind die Kinder groß und die Mutter hat wieder mehr Freiheiten.

Wegen ihrer Krankheit kam eine Stelle auf dem Ersten Arbeitsmarkt nicht in Frage. „Aber von meiner besten Freundin wusste ich: proviel ist einfach gut“, erzählt sie. Also meldete sie sich bei proviel und begann in der Werkstatt. „Ich wollte mit proviel persönlich vorankommen“, sagt die 47-Jährige. „proviel tut einfach gut.“ Sie schätzt die reflektierenden Gespräche mit den Anleitern und lernt dabei, viele Dinge von einer anderen Seite zu sehen.

Außerdem hilft es ihr, dass sie jeden Morgen pünktlich bei proviel antreten muss. „Diese Struktur ist total wichtig.“ Als sie hörte, dass proviel am Eckbusch einen Supermarkt eröffnet, meldete sie sich sofort dafür. Der CAP-Frischemarkt war noch eine Baustelle, als sie dort zum ersten Mal arbeitete. Vom ersten Verkaufstag an räumt sie nun die Regale ein und berät Kunden.

„Wir sind wirklich ein tolles Team hier im CAP-Markt“, schwärmt sie. Sie schätzt die abwechslungsreiche und selbstständige Arbeit. Meistens übernimmt sie die Frühschicht und kümmert sich darum, dass die Kunden morgens alle Lieblingsprodukte im Regal vorfinden. Insbesondere ist Sandra Müller für die „Knabberecke“ zuständig: Dort muss sie die Haltbarkeitsdaten kontrollieren und dafür sorgen, dass bei Chips, Erdnüssen und Keksen immer rechtzeitig Nachschub bestellt wird. „Die ungarischen Chips laufen am besten“, erzählt sie.

Ein Außenpraktikum bei Akzenta hat sie auch gewagt – freut sich jedoch jetzt wieder über den geschützten Rahmen bei proviel: „Hier geht es mir gut!“ Das erste Modul zur Ausbildung als Einzelhandelskauffrau hat sie im Mai erfolgreich absolviert. „Das hat gut geklappt.“. Jetzt ist sie voller Elan, auch das nächste Modul zu absolvieren. Außerdem hat sie in den vergangenen Jahren immer mal wieder an den Computerkursen von proviel teilgenommen. „Das hilft mir sowohl bei der Arbeit als auch privat.“ Wenn sie dann vom CAP-Markt nach Hause kommt, nimmt sie gerne ein Buch zur Hand und taucht in eine Geschichte ein.

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Dominik Gerlich und der CAP-Frischemarkt organisierten die Überraschung.

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Selbst die Großen flitzen am Morgen gespannt vor die Zimmertür, um die Nikolaustüte hereinzuholen. Die Kleinen jauchzen begeistert und zeigen mit strahlenden Augen, was sich alles in der süßen Tüte befindet. Auch dieses Jahr wieder sorgt Architekt Dominik Gerlich für eine Überraschung zu Nikolaus in den städtischen Kinder- und Jugendwohngruppen. „Es ist so schön, die Freude der Kinder zu sehen. Und mir ist es wichtig, gerade in der Adventszeit auch an benachteiligte Menschen zu denken“, sagt Dominik Gerlich.

Die Mitarbeitenden aus dem Servicebüro von proviel haben die Nikolaustüten liebevoll mit dem Bild eines Weihnachtsmanns mit bunter Nase und Bommel an der Mütze gestaltet. Darin befinden sich ein großer Schoko-Nikolaus, Clementinen, Nüsse sowie Marzipan und Dominosteine. „Das Packen der Nikolaustüten macht richtig Spaß“, sind sich die CAP-Mitarbeitenden einig. Anna Margagliotti hat zum ersten Mal als Leiterin des CAP-Marktes die Nikolaus-Aktion organisiert und erzählt, dass alle voller Begeisterung beim Bestücken der Tüten mitgeholfen haben. 

„Für die Kinder und Jugendlichen ist das immer ein Ereignis“, sagt Silke Lork-Nottelmann, Fachbereichsleiterin der Kinderwohngruppen. „Und es zeigt den Kindern, dass andere Menschen an sie denken.“ Schon Tage vorher fragen die Kinder, wann denn die Leute vom CAP-Markt mit den Nikolaustüten kommen. Besonders scharf sind die Kinder auf die Nikolausbärte und -mützen. Damit verkleiden sie sich fürs Foto. Rund 140 Kinder und Jugendliche sowie minderjährige Mütter wohnen in den Gruppen, die an mehreren Standorten im Stadtgebiet verteilt sind. Für alle hat das CAP-Team nun schon im neunten Jahr Nikolaustüten vorbereitet, die am Nikolausmorgen vor den Zimmertüren stehen.

Anna Margagliotti versucht, den Kunden ihre Wünsche zu erfüllen.

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Seit acht Jahren arbeitet Anna Margagliotti im CAP-Markt. Die erfahrene Einzelhandelskauffrau macht schon lange dort die Dienstpläne, kennt viele Stammkundinnen und deren Bedürfnisse, hat das Vertrauen der Mitarbeitenden. Jetzt hat die 41-Jährige die Leitung des CAP-Marktes übernommen. „Mir ist es wichtig, die Kunden zufriedenzustellen, auf Kundenwünsche einzugehen“, betont die verheiratete Mutter von zwei Kindern. 

Auch wenn sie immer wieder mit Lieferschwierigkeiten kämpft, versucht sie Sonderwünsche zu erfüllen. Und sie hat gerade das Angebot an Bio-Waren deutlich erweitert, weil die Kunden das suchen. Gleichzeitig gibt es jetzt noch mehr „gut und günstig“-Produkte. Trotz des begrenzten Raums im CAP-Markt wählt Anna Margagliotti mit ihren Kolleginnen immer eine breite Palette an Aktionsware aus, abgestimmt auf die Jahreszeit. So locken derzeit Adventskalender, Weihnachtsdeko und verschiedenste Sorten von Weihnachtssüßigkeiten.

Stolz ist Anna Margagliotti darauf, dass inzwischen fünf Mitarbeitende die von proviel in Zusammenarbeit mit der IHK angebotene Ausbildung in Teilqualifizierung geschafft haben und jetzt ausgebildete Verkäufer*innen sind. „Das ist eine große Erleichterung, weil diese noch mehr mitdenken und sich sehr gut auskennen“, betont sie. Immer wieder versucht sie, in den Werkstätten von proviel neue Interessenten für den CAP-Markt zu begeistern. Die Menschen mit psychischen Erkrankungen können mit einem Praktikum ausprobieren, ob ihnen der CAP-Markt gefällt. Hier zeigt die Leiterin die verschiedenen Arbeitsschritte und worauf es dabei ankommt. Wer möchte, kann im Theorie-Unterricht sein Wissen erweitern und auch bei einer Kompetenzfeststellung der IHK beweisen. Dieser Weg kann langfristig zu einer vollwertigen Ausbildung führen und damit zu guten Möglichkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Insgesamt arbeiten derzeit 22 Mitarbeitende von proviel und 13 Festangestellte im CAP-Markt. Anna Margagliotti muss dafür sorgen, dass auch in den Randschichten und am Samstag genügend Leute da sind, dass die Backstube besetzt ist und dass an den Liefertagen alles zügig verräumt wird. Außerdem hat sie ein Auge auf das CAP-Mobil, das an vier Tagen pro Woche Seniorenheime in Wuppertal anfährt. Glücklich ist sie jedoch, wenn sie merkt, wie dankbar die Kundinnen und Kunden für das Angebot des CAP-Marktes sind, wie wichtig ihnen der Einkauf und die kleinen Gespräche dabei sind. Dafür engagiert sie sich jeden Tag gerne.

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